
Samstags habe ich es dann aus gegebenem Anlass ziemlich ruhig angehen lassen. Immerhin habe ich es geschafft, noch joggen zu gehen und einen kleinen Ausflug für den nächsten Tag zu planen. Am Sonntag bin ich dann auf die andere Seite der Tokyo Bay nach Chiba gefahren. Dort gibt es einen Hügel, den Nokogiri-yama, der direkt am Meer liegt und auf dem vor 1300 Jahren der Nihon-ji Tempel gegründet wurde.

Neben dem Tempel gibt es auf dem Nokogiri-yama auch die größte Buddha-Statue Japans mit einer Höhe von 21,3 Metern. So zumindest war es vor Ort zu lesen. Nach der Erfahrung mit dem angeblich höchsten Riesenrad der Welt in Yokohama bin ich da skeptisch. Beeindruckend war es in jedem Fall, auch wenn die Statue nur aus dem Jahr 1783 (und damit deutlich jünger als ihre Artgenossen in Kamakura und Nara) und nicht aus Bronze sondern aus Stein ist.

Die kleine Wanderung vom Bahnhof auf den höchsten Punkt des Nokogiri-yama war landschaftlich sehr schön. Leider war es auf dem Nokogiri-yama selbst dann etwas überlaufen, da man auch mit einer Seilbahn hochfahren kann. Und leider war es wirklich nur eine kleine Wanderung, sodass ich nach rund drei Stunden wieder am Ausgangspunkt war. Zum Glück war das Wetter sehr gut, und ich konnte mich noch ein bisschen an den Strand setzen und hoffen, dass sich die Seeluft positiv auf meine Nebenhöhlen auswirkt. Letztere hatten nämlich etwas empfindlich auf das aktuelle Büroklima reagiert: Einige sind krank, trauen sich aber nicht, zu Hause zu bleiben. Das mit der Seeluft scheint aber wirklich funktioniert zu haben.

Heute abend kommt Harald hier in Tokio an und besucht mich bis nächsten Montag. Wir werden uns wohl hauptsächlich Tokio und Yokohama ansehen. Gerade in Tokio gibt es noch so einige Sachen, die ich mir anschauen will. Ansonsten ist das natürlich auch die ideale Gelegenheit sich nochmal die Sachen anzusehen, die mir besonders gefallen haben.