
Auf jeden Fall ist es sehr beeindruckend, wieviele Händler und Käufer auf dem Markt unterwegs sind. Die Waren werden mit Handkarren oder kleinen Transportern durch die Hallen bis zum Ausgang transportiert. Bei diesem regen Treiben wird natürlich wenig Rücksicht auf die fortwährend im Weg stehenden Touristen genommen. Jetzt verstehe ich sehr gut, warum mein Reiseführer ausdrücklich davon abrät, hier mit Kindern herzukommen.

Sonntags habe ich es dann etwas ruhiger angehen lassen und habe mir Odaiba angeschaut. Das ist ein Viertel an der Tokyo Bay. Bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, was mich die ganze Zeit in Tokio gestört hat. Wenn man auf eine Karte schaut, sieht man jede Menge Wasser, was sich aber im Stadtbild dann nicht unbedingt wiederspiegelt. Jetzt habe ich endlich die Ecke entdeckt, wo man tatsächlich merkt, dass Tokio eigentlich an einer Meeresbucht liegt. In Odaiba kann man aber auch noch zu einer anderen Feststellung kommen: Die Japaner kopieren wohl ganz gerne berühmte Bauwerke. In einem meiner ersten Beiträge habe ich ja schon den Tokyo Tower (rot-weiß gestreifter Eiffelturm) angesprochen. Am Sonntag habe ich dann auch noch die Freiheitsstatue entdeckt. Mal schauen, was ich in den verbleibenden zwei Monaten sonst noch alles finde...

Odaiba liegt am östlichen Ufer der Tokyo Bay und ist über die Rainbow Bridge mit dem Rest von Tokio verbunden. Auf dem Rückweg bin ich dann zu Fuß über die Brücke, von wo man eine schöne Sicht auf die Skyline hat. Die Brücke an sich macht besonders nachts aber auch was her. Die Boote mit den roten Laternen im Vordergrund sind übrigens Restaurantboote. Ende Oktober ist von der Abteilung, in der ich arbeite, auch so ein Dinner Cruise organisiert. Das wird bestimmt richtig gut.