Am Samstag habe ich mir Yokohama angeschaut. Das ist die zweitgrößte Stadt in Japan und liegt direkt südlich von Tokio. Die S-Bahn-Fahrt dauert rund 20 Minuten. Man kann nicht behaupten, dass zwischen den beiden größten Städten Japans irgendwelche Felder, Wälder oder Wiesen liegen. Auf der Fahrt werden die Gebäude einfach langsam niedriger und immer kleiner um dann wieder anzuwachsen. Sobald man ein Gebäude sieht, dass höher als alle Gebäude am Anfang der Fahrt ist, muss man aussteigen. Dann ist man in Yokohama und blickt gerade auf den Landmark Tower, das höchste Gebäude Japans.

Architektonisch auch sehr ansprechend ist das an ein Segel erinnernde Pacifico Yokohama. Irgendwo zwischen den beiden steht mit 105 Metern das höchste Riesenrad der Welt. Da bekommt man einen super Überblick über den größten Hafen Japans. Das ist echt eine Fahrt wert, zumal diese auch nur gut 4 Euro kostet. Achja, und Yokohama ist bekannt für sein Chinatown - natürlich das größte in Japan.

Unabhängig von den ganzen nationalen und internationalen Rekorden, hat mir Yokohama super gefallen. Wir haben an einem Tag zu Fuß fast alles gesehen. Irgendwie wirkt die Stadt ein bißchen aufgeräumter als Tokio. Das kann aber auch daran liegen, dass die Stadt doch deutlich kleiner ist.
Am Sonntag war ich dann in Kamakura, eine gute Stunde Zugfahrt südlich von Tokio. Kamakura ist nicht besonders groß, war aber immerhin mal 150 Jahre lang die Hauptstadt von Japan. Überbleibsel dieser Zeit sind die vielen Tempel und Schreine rund um Kamakura. Wir sind schon nördlich von Kamakura ausgestiegen und dann zu Fuß an einigen dieser Tempel vorbei zum Wahrzeichen Kamakuras: Daibutsu, der große Buddha. Die gut 11 Meter hohe und 850 Tonnen schwere Bronzestatue steht da seit gut 750 Jahren. Mittlerweile wurde ihr Sockel erdbebensicher gemacht und ihr Nacken ein bißchen gestärkt. Sonst könnte der Kopf nach vorne kippen, ähnlich wie bei den Japanern in der U-Bahn.

Und heute war ja wie gesagt Physical Fitness Day und schlechtes Wetter. Wenigstens hatte ich so keine Ausreden, um mich vor dem Bügeln zu drücken. Dann bin ich immerhin noch laufen gegangen. Es soll ja keiner sagen, ich würde die Japanischen Feiertage nicht ausreichend würdigen.